Petit Trianon - Instrumente

Der Siegeszug des Hammerklaviers über das Cembalo bezeichnete Ende des 18. Jahrhunderts auch jene Epoche, in der die Flöte der musikalischen Gesellschaft als das liebste Blasinstrument galt. Ebenso war es dem Cello gelungen, sich neben der Violine als solofähiges Streichinstrument zu emanzipieren.
War die Idee ein Cembalo mit einer Hammermechanik auszustatten, die dem Spieler die Ausführung eines "piano e forte" mittels Veränderung des Tastendrucks ermöglicht, ursprünglich in Italien um 1700 geboren, so konnte sie sich erst zwei Generationen später durch die Erfindung der sogenannten "Wiener Mechanik" ausgehend vom deutschsprachigen Raum schließlich in ganz Europa durchsetzen. Beinahe zeitgleich mit der Erfindung des "Fortepiano" wurde in Norditalien dem "Violoncino" erstmals zugetraut, solistische Aufgaben in der Kammermusik zu übernehmen. Ebenfalls um die Wende zum 18. Jahrhundert kam im musikalischen Gegenpol Frankreich die Flöte als virtuoses Instrument für Solo und Kammermusik in Mode und eroberte von hier aus das musikalische Europa.
Wenn man so will, sind in einem Flötentrio durch eine Flute traversière, ein Violoncello und einen Hammerflügel nicht nur drei völlig unterschiedliche Instrumente, sondern auch die drei prägenden Geschmäcker des 18. Jahrhunderts, der französische, der italienische und der vermischte deutsche Stil, vereint.
Petit Trianon ist überzeugt, dass durch eine authentische Spielweise und mit einem möglichst adäquaten Instrumentarium die Schönheit der Musik auf das Lebendigste vermittelt und nachempfunden werden kann.
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